Buddhismus und Buddha
Buddhismus ist ein vollständiger Lebensweg für die heilsame Entwicklung des einzelnen Menschen. Er kann am besten mit folgenden Worten Buddhas zusammengefasst werden:
Lerne Gutes zu tun, höre auf zu schaden, Kontrolliere den Geist und nutze anderen. Das ist die Lehre der Buddhas.
Statt uns zu ermutigen, vor unseren und anderer Probleme wegzulaufen, lehrt uns dies, sie zu überwinden, indem wir sie verstehen und ihre Ursachen verhindern. Während wir normalerweise die äußeren Umstände als Ursache unserer Probleme betrachten, lehrte uns Buddha, nach innen zu schauen. Er zeigte, wie unsere Gefühle der Unzufriedenheit aus negativen Geisteszuständen entstehen - vor allem Ärger, begehrende Anhaftung und Unwissenheit. Er unterrichtete Methoden, um diese durch das Entwickeln von Mitgefühl, Gleichmut, Weisheit und anderen positiven Geisteszuständen zu beseitigen. Indem wir diese guten Qualitäten pflegen, entdecken wir einen inneren Zustand des Friedens und der Stärke.
Buddha lehrte diese Methoden seinen Schülern, von denen viele sie während ihres Lebens vollendeten, wodurch sie tiefe spirituelle Realisationen erreichten. Diese wiederum führten andere entlang dem Pfad, und Generation nach Generation wurde so diese lebendige Erfahrung von Lehrer zu Schüler in ungebrochener Linie weitergegeben, die bis zum heutigen Tage andauert.
Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso ist einer dieser Lehrer, der sich seit mehr als 30 Jahren völlig der Übermittlung der lebendigen Erfahrung des Buddhismus im Westen widmet.
In den letzten Jahren haben unser Verständnis und die Kontrolle der äußeren Welt beträchtlich zugenommen und infolgedessen wurden wir Zeuge eines bemerkenswerten materiellen Fortschritts, aber es hat keine entsprechende Zunahme menschlichen Glücks gegeben. Es gibt heute in der Welt genauso viel Leiden, und es gibt genauso viele Probleme. In der Tat könnte man sagen, daß es jetzt mehr Probleme und grösseres Elend als jemals vorher gibt. Dies zeigt, daß die Ursache des Glücks und die Lösung unserer Probleme nicht im Wissen oder in der Kontrolle der äußeren Welt liegen. Glück und Leiden sind Geisteszustände und somit kann ihre Hauptursache nicht außerhalb des Geistes gefunden werden. Wenn wir wirklich glücklich und frei von Leiden sein möchten, müssen wir unser Verständnis des Geistes verbessern. Wenn Dinge in unserem Leben falsch laufen und wir auf schwierige Umstände treffen, neigen wir dazu, die Situation selbst als das Problem anzusehen, aber in Wirklichkeit kommen alle Probleme, die wir erfahren, von unserem Geist. Wenn wir auf schwierige Umstände mit einem positivem oder friedvollen Geist reagieren würden, wären sie keine Probleme für uns. Tatsächlich können wir sogar so weit kommen, sie als Herausforderungen oder Gelegenheiten für unser Wachstum und unsere Entwicklung zu betrachten. Probleme entstehen nur, wenn wir auf Schwierigkeiten mit einem negativen Geist reagieren. Wenn wir deshalb von Problemen frei sein möchten, müssen wir lernen, unseren Geist zu kontrollieren.
Aus "Den Geist verstehen" von Geshe Kelsang Gyatso © Tharpa Verlag
Befreiendes Gebet
Lobpreisung Buddha Shakyamunis
O Gesegneter, Shakyamuni Buddha, Kostbarer Schatz des Mitgefühls, Gewährer höchsten inneren Friedens.
Du, der ohne Ausnahme alle Wesen liebt, Bist die Quelle von Glück und Güte Und Du führst uns auf den befreienden Pfad.
Dein Körper ist ein wunscherfüllendes Juwel, Deine Rede ist höchster, reinigender Nektar Und Dein Geist ist Zuflucht für alle Lebewesen.
Mit gefalteten Händen wende ich mich an Dich, Höchster, beständiger Freund, Aus der Tiefe meines Herzens bitte ich Dich:
Bitte gib mir das Licht Deiner Weisheit, Um die Dunkelheit meines Geistes zu vertreiben Und mein Geisteskontinuum zu heilen.
Bitte nähre mich mit Deiner Güte, Damit auch ich alle Wesen Mit einem unaufhörlichen Festmahl der Freude nähren kann.
Möge durch Deine mitfühlende Absicht, Deine Segnungen und tugendhaften Taten Und meinen starken Wunsch, mich auf Dich zu verlassen,
Alles Leiden schnell beendet sein Und alles Glück und alle Freude erfüllt werden; Und möge heiliger Dharma für immer blühen.
(Dieses Gebet wurde im Juni 2001 vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso am Manjushri Zentrum für Mahayana-Buddhismus in England verfasst)
Copyright Geshe Kelsang Gyatso und Neue Kadampa-Tradition
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