Nalanda Zentrum
Nachdem seit Januar 1994 regelmässig Buddhas Unterweisungen in Luzern gelehrt wurden, hat der Ehrw. Geshe Kelsang Gyatso im Sommer 1997 dem Zentrum für Kadampa-Buddhismus in Luzern den Namen "Nalanda" gegeben.
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Der Name erinnert an die grösste Kloster-universität des Mahayana-Buddhismus aus dem 5. Jahrhundert nahe der Stadt Rajgir im nordöstlichen indischen Bundesstaat Bihar. Aufzeichnungen lassen darauf schliessen, dass Nalanda offensichtlich riesig und architektonisch sehr beeindruckend, verziert mit herrlichen Skulpturen und Anlagen, war. Zu ihr gehörten 9-stöckige Bauten, sechs Tempel und sieben Klöster. Ihr Gelände umfasste Schulen zum Studium, Vorlesungs-hallen, Wohnquartiere und zahlreiche vielstöckige Bibliotheksgebäude, um seinen Reichtum an Handschriften unter-zubringen. Die Bibliothek soll neun Millionen Bücher umfasst haben. Über 10'000 Studenten und 1'000 Gelehrte studierten und lehrten an diesem Ort. Sie war damit zugleich das grösste Lehrzentrum der antiken Welt überhaupt. Die Lernenden studierten nicht nur die Mahayana-Schriften, sondern auch die Lehren der achtzehn Schulen sowie die Veden und andere Aspekte des Brahmanismus. Weltliche Fächer wie Logik, Grammatik, Mathematik, Medizin usw. standen ebenfalls auf dem ausgefüllten Stundenplan. Erfolgreiche Studenten wurden mit akademischen Graden ausgestattet. Nalanda war ausserordentlich wohlhabend. Viele berühmte Gelehrte wie zum Beispiel Nagarjuna, Shantideva, Atisha und Naropa haben im Nalanda gewirkt.
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Tragischerweise wurde dieses grosse Bau-werk und der Reichtum an Gelehrsamkeit, den es einst beherbergte, im Zuge der islamischen Eroberung Indiens und der damit verbundenen Dezimierung des Buddhismus vollständig zerstört. Als ein tibetischer Pilger diese Stätte 1235 be-suchte, fand er nur einen alten Mönch vor, der einigen Studenten zwischen den ausge-brannten Ruinen Sanskrit-Grammatik lehrte. Ein Lehrzentrum gleichen Namens wurde 1351 in Tibet errichtet. |
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